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Horizont in Flammen (DVD+R uncut) Abverkauf
[03013-*-50]

9.99€

3 von 5 Sternen3 von 5 Sternen

Tab Hunter (Hollywoods Teenie-Idol der 50er Jahre) und Skip Homeier (der Bad-Guy derselben
Periode) gemeinsam in einem Rache-Western, in welchem der Rächer im Handumdrehen zum
Gejagten wird.

Hunters Spiel ist solide, aber etwas steif. vielleicht ist dies schon Ausdruck der Unzufriedenheit
mit seinem Image, die dazu führte, daß er etwas später – und zwar sehr gut - negative Charaktere
übernahm (siehe: „Duell im Morgengrauen“ oder „Sie kamen nach Cordura“).

Skippy Homeier tut sich da leichter. Von Kopf bis Fuß in schwarz (Hemd, Hut, Hose, Zigarre)
mimt er den Paradetyp des neurotischen Revolverschwingers so stilecht, daß es eine Freude ist,
ihm zuzusehen. Immerhin – er hat die zweite männliche Hauptrolle und kniet sich voll hinein.

Unterstützt werden beide durch die viel zu früh verstorbene Natalie Wood („West Side Story“).
Wood spielt sehr intensiv ein entzückend „munteres Kribbelchen“.

Die Figuren und ihre Darsteller sind also erstklassig. Was mir an dem Film weniger gut gefällt
ist die Szenerie im Mittelteil. Die unübersichtlichen Busch- und Waldlandschaften wirken
irgendwie beengend – das hat etwas von Fernseh-Western. Gut sind nur die Western-Stadt
zu Anfang und die Szenen auf den Klippen am Fluß gegen Ende.

Auch die für meinen Geschmack zu bieder eingekleideten Indianer – immerhin Comanchen – hätte
man etwas martialischer ausstatten können.

Die Story wird geradlinig erzählt, ist aber immer nur von mäßiger, teilweise gehobener Spannung.
Die Actionszenen sind vergleichsweise hart, aber zwischendurch weist der Film auch ein paar
Längen auf.

Bei bonbonbunten Farben ist das Bild in der Nähe scharf, in der Totale jedoch etwas verschwommen.
Der Ton ist gut.

Die literarische Vorlage lieferte kein Geringerer als Louis L’Amour, der seinerzeit wohl meistgelesene
Westernautor der Welt. (Tipp für Leseratten: „Brennende Hügel“ – Heyne Western Nr. 2377).
Eingetragen: 04.04.2020 von Niels Volchert
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